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Mehrtagestouren

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tagestour 300x201 MehrtagestourenDer Berliner Höhenweg

Im 19 Jahrhundert stieg gerade in der zweiten Hälfte das Interesse an einer wissenschaftlichen Erschließung des Alpengebirges. Resultierend daraus wurden die neu gegründeten und überwiegend akademischen Alpenvereine immer angesehener, wodurch auch der Wunsch entstand, die meist hoch gelegenen Hütten miteinander zu verbinden. Auf diese Weise sollten auch Mehrtagestouren ermöglicht werden.

Die Umsetzung der Idee

Um das zu realisieren, verwendete man meist schon vorhandene Pfade der Schmuggler und Jäger. So starb beispielsweise der „Ötzi“ auf einem solchen Pfad. Besonders aktiv war in den Zillertaler Alpen der Abschnitt Berlin des OeAV und DAV. Darum wurde dort ab 1879 die sogenannte Berliner Hütte errichtet. Nur 10 Jahre später entstand ein hochalpiner Steig, der einen über das Schönbichler Horn zum Furtschaglhaus führte.

Wenn man heute die meist bearbeiteten Granitplatten des Weges betritt, merkt man, was für eine Wahnsinnsarbeit die Einheimischen dort verrichtet haben mussten. Das Friesenberghaus wurde 1930 fertig gestellt und bildete im Folgenden über Jahrzehnte das Ende des Weges in Richtung Nordwesten. Das Anlegen des immerhin 14km langen Weges, der auch durch schwieriges Gelände führt, dauerte ganze 8 Jahre. Im Juli 1976 gab es eine Einweihungsfeier, die bei Schnee und Kälte abgehalten werden musste. Diese Ganze Mühe hat auch eine wirtschaftliche Entwicklung hervorgerufen, weil die Mehrtagestouren nun ein großer Wirtschaftsfaktor Tirols sind.

Der Jubiläumsweg

Wer Mehrtagestouren etwas abgewinnen kann, der sollte sich auf jeden Fall den Jubiläumsweg vornehmen. Dieser gehört nämlich zu den Allgäuer Alpen, welche die am wenigsten benutzten Höhenwege haben. Zwar beinhaltet er keine besonderen Schwierigkeiten, doch zählt dennoch zu einer der schönsten Mehrtagestouren der Allgäuer Alpen.

Beginn der Wanderung

Man beginnt die Wanderung im Hintersteiner Tal am Prinz-Luitpold-Haus. Zunächst geht es über einen steilen und anstrengenden Aufstieg zu dem höchsten Punkt dieser Tour, nämlich der Bockkarscharte in 2200 Meter Höhe.

Anschließend verläuft die Route bergab und trotzdem fast auf derselben Höhe bleibend zu der Lahner Scharte. Am Kastenkopf vorbei macht man sich auf den Weg zur Steinkarspitze und schließlich zu der Landsberger Hütte. Nach einer kräftigenden Übernachtung schlägt man den Weg in Richtung Kirchdachsattel ein, welcher etwas beran verläuft.

Mehrere Möglichkeiten

Oben angekommen steht man letztlich vor der Wahl. Man kann sich für einen Abstieg entscheiden. Am häufigsten wird der Abstieg gewählt, der zum Schrecksee führt und direkt danach zum Hinterstein. Ebenfalls beliebt ist die Variante, die über das Kugelhorn sowie Rauhorn und zu der Willersalpund führt, von wo aus man wieder ins Tal gelangt.

Auch erfahrenere Bergsteiger werden mit einer Laufzeit von ca. 16 Stunden sicherlich gefordert werden. Vor allem kommt es auf dieser Tour auf vorhandene Trittsicherheit an.

Karnischer Höhenweg

Die Vorgeschichte

Der Karnische Höhenweg zählt zu den Mehrtagestouren der Karnischen Alpen. Er verläuft auf selber Höhe wie auch der Hauptkamm, und zwar entlang der Grenze zwischen Italien, Veneto sowie Fiuli-Venezia, Österreich und Giula. Existieren tut dieser Höhenweg seit dem 1.Weltkrieg. Nachdem der Dreibund zwischen Italien, dem Deutschen Reich und Österreich zerbrochen war, kam es zu einem erbitterten Gebirgskrieg. Dafür legte man sich sogenannte Versorgungswege an den Staatsgrenzen an. Dort platzierte man Unterkünfte, Geschützstellungen und Kasamatten.

Eigenschaften des Weges

Der Hauptkamm richtet sich am stärksten ausgeprägt von Osten nach Westen und besitzt eine Gesamtlänge von 100Km. Beginnen tut er mit einem markanten Helm, nämlich 2433m in Sexten, wonach er mit der sogenannten Pfannspitze, aber auch dem Hochweisstein die 2700m erreicht. Der höchste Gipfel dieses Weges beträgt 2780m. Wandert man nach Osten, so stößt man ebenfalls auf den Plöckenpass und den Nassfeldpass. Allgemein gesehen sind solche Mehrtagestouren wie der Karnische Höhenweg nicht schwierig, dennoch sollte man berücksichtigen, dass einzelne Etappen ganze 9 Stunden beanspruchen können. Engpässe können auch bei den Übernachtungen entstehen, da die einzelnen Hütten in den Sommermonaten sehr überlaufen sind. Den Höhenweg kann man natürlich auch in die andere Richtung begehen. Für den gesamten Weg sollten etwa 10 bis 14 Tage eingeplant werden.

Kandersteg nach Mürren

Zur Blümlisalphütte

Bei dieser Tour beginnt man zu Fuß und folgt dem markierten weg bis zum Öschibach und schließlich zum Öschinenesee in 1593m Höhe. Von dort aus führt ein nordseitiger Weg entlang des Sees, auf dem man nach Underbärgli gelangt, wo sich eine durch Drahtseile befestigte Felsstufe befindet und den Weg zum Alp Oberbärgli bildet. Angekommen muss man den abzweigenden Weg in Richtung Blümlisalpgletscher nehmen, welcher 2778m erreicht, sich schließlich über den Rücken zu dem Blümlisalpgletscher wendet und in einer Höhe von 2834m verläuft.

Zur Gspaltenhornhütte

Die nächste Etappe führt einen bis Oberloch. Dem markierten Pfad folgend kann man dann über den Kamm zum Gamchigletscher gelangen und danach über eine Seitenmoräne hinweg zur Gspaltenhornhütte. Wie bei vielen Mehrtagestouren beträgt auch hier die Gehtzeit 4 Stunden.

Nach Mürren

Nach einer hoffentlich erholsamen Pause tritt man den Weg zum Trogegg an, welcher durch Drahtseile gesichert ist. Über eine Geröllhalde und eine Felsstufe gelangt man schließlich zum Pass, welchem man über den Hang, welcher ebenfalls mit Drahtseilen gesichert ist, erklettern kann. Im Anschluss erreicht man eine Felstplatte, die mit gehauenen Eisenstangen und Tritten versehen ist. Von da ist es nicht mehr weit bis zur Sefinenfurgge in Höhe von 2612m. Für diese Route benötigt man im Durchschnitt 6 Stunden.

Tschamintal – Schlern

Diese Reise sollte man am besten früh beginnen. Das empfiehlt sich generell bei Mehrtagestouren. Von der Tschaminer Schwaige beginnt die Reise durch einen Wald und danach hinauf zur querenden Forststrasse. Dort muss man links abzweigen, weil man so zum Kruzifix kommt, wo sich eine Bank und eine Verzweigung befinden.

Weg zur Hütte

An diesem Ort sollte man den breiten Karrenweg einschlagen und ein wenig später, links auf der Talseite, hinauf zu einer Waldwiese gehen. Man muss nicht lange suchen, um einen Weg zu finden, der erst steil zum Rechten Leger verläuft und in 1603 Meter Höhe endet. Dort findet man eine äußerst schöne und unbewirtschaftete Almhütte, die sehr viele Bänke zum Rasten bietet. Ähnlich herrlich ist auch der Ausblick. Ausgehend vom Rechten Leger führt einen der Weg zu einer weiteren Abzweigung, an der man sich links halten muss.

In Kehren wird man einen steileren Weg begehen müssen, der am kleinen Wasserfall vorbeiführt und einen bis zu der Baumgrenze leitet. Von da aus gelangt man mithilfe eines drahtseilgesicherten Steigs zum querenden Weg. Diesem muss man folgen, um die Tierser Alphütte zu erreichen. Dank des tollen Service und des reichhaltigen Essen lässt sich dort eine durchaus willkommene Pause einlegen. Nach knapp über 4 Stunden sehr wünschenswert.

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