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Karnischer Höhenweg

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karnische höhenweg 300x194 Karnischer HöhenwegDer Karnische Höhenweg

Der Karnische Höhenweg ist ein Wanderweg, der sich in den Karnischen Alpen entlang zieht. Dieser Höhenweg führt entlang der Staatsgrenze von Italien zu Österreich oder genauer gesagt, zwischen den Regionen Friuli-Venezia Giulia und Veneto auf italienischer Seite und den Bundesländern Osttirol, Tirol und Kärnten auf österreichischer Seite. Der Karnische Höhenweg hat eine Gesamtlänge von 155 Kilometern und verfügt über neun Schutzhütten. Gleichzeitig ist dieser Weg auch ein Teil des 1946 im Gruber-De-Gasperi-Abkommen beschlossenen Friedensweg und ein Teil des Roten Weges von der Via Alpina.

Für Wanderer weißt der Karnische Höhenweg keine großen und außergewöhnlichen Schwierigkeiten auf, jedoch ist dieser Weg gerade in der Hauptsaison Juli/August sehr überlaufen. Die einzelnen Etappen, die dieser Höhenweg zu bieten hat, sind mit neun Stunden Wanderzeit zum Teil sehr lang. Wegen des großen Ansturms in der Hauptsaison kann es in den Schutzhütten auch zu Übernachtungsengpässen kommen. Es empfiehlt sich auch, diesen Weg möglichst nicht von Osten nach Westen zu wandern, da die frontale Sonneneinstrahlung sehr extrem ist. Da auf diesem exponierten Höhenweg eine sehr große Blitzschlaggefahr besteht, sollte bei einem drohenden Wettersturz nicht gezögert werden, einen der Notfallabstiege ins Tal zu nehmen.

Geschichtliches zum Karnischen Höhenweg

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Karnischen Alpen erst touristisch erschlossen. Jedoch ist die Existenz des Karnischen Höhenweges dem Ersten Weltkrieg zu verdanken. Denn als der Dreibund zwischen Österreich, Italien und dem Deutschen Reich zerbrach, begann 1915 in den Karnischen Alpen der Gebirgskrieg. Als der Krieg vorbereitet wurde, wurden an den beiden Staatsgrenzen die Versorgungswege angelegt, hier entstanden aber auch Geschützstellungen, Gänge, Unterkünfte Kasematten und später Friedhöfe.

Anfang 1944 kam es durch den Zweiten Weltkrieg hier auch zu Partisanentätigkeiten, durch diese werden in dieser Region die Infrastruktur und Teile des Wegesystems schwer beschädigt. Und im Laufe von Jahrzehnten verfielen noch weitere Verbindungswege. 1970 setzte man sich dann dafür ein, das diese Wegesysteme wieder errichtet werden, damit auch der Tourismus in dieser Gegend wieder angekurbelt werden kann. 1974 waren dann der Karnische Höhenweg wiederhergestellt und die Wege miteinander verbunden. Noch heute gibt es zahlreiche Ruinen, die an den Ersten Weltkrieg erinnern.

Besonderheiten des Karnischen Höhenweges

In den Karnischen Alpen findet man eine geologische Vielfalt von Gestein vor. Aus diesem Grund errichtete man zwischen Sillian und dem Naßfeld einen geologischen Lehrpfad. Entlang dieses Lehrpfades kann man an Schautafeln die Geologie der Kanarischen Alpen erfahren.

Da es unmöglich ist den Karnischen Höhenweg in einem Stück zu durchqueren kann er in verschiedene Etappen gegliedert werden.

1. Etappe: Aufstieg zur Sillianer Hütte

Hier geht es von einer Alm in Sillian über einen gut markierten Weg in Richtung Sillianer Hütte.  Besucht man hier das 2100m hoch gelegene Heimkehrerkreuz, so kann man einen wunderschönen Ausblick auf die herrliche Bergwelt genießen. Hat man die Sillianer Hütte auf 2447m erreicht, so hat man von hier eine wunderschöne Aussicht auf die Sextenser Dolomiten und die Drei Zinnen sowie das Pustatal .Dieser Wanderweg wird in die Kategorie leicht eingestuft und in ca 5 Stunden hat man das Ziel erreicht.

2. Etappe: Der Übergang zur Obstanzerseehütte

Diese Etappe ist von der Schwierigkeit als mittel eingestuft, denn von der Sillianer Hütte geht es mäßig steil ansteigend nach Osten auf den Karnischen Hauptkamm. Der Wanderweg hat eine Länge von 10 km und man ist circa 4 Stunden unterwegs. Zunächst geht es bergauf bis zum Gipfel des 2665 m hohen Eisenreich, von wo aus man das herrliche Panorama der Dolomiten sowie der Großglocknergruppe genießen kann. Dann geht es wieder abwärts bis zur Obstanzerseehütte in 2304 m.

3. Etappe: Neue Porzehütte

Von der Obstanzerseehütte wandert man in 7 Stunden zur Porzehütte auf 1942m. Hierbei wird die Pfannspitze auf 2678m, der Große Kinigat (2689m) überschritten. Es geht vorbei an der Filmoor-Standschützenhütte auf 2350 m und dann hinunter durch das Rosskar zur Porzehütte.

4. Etappe: Hochweißsteinhaus

Der Weg führt in circa 9 Stunden von der Porzehütte zum Hochweißsteinhaus auf 1869m.Der Weg führt zum Tilliacher Joch nach Süden und über das Reiterkarspitz (2422m) bis zur Hochspitzsenke in 2314 m. Dann geht es weiter über das Steinkarspitz (2524 m) bis zum Luggauer Sattel. Im Nordosten geht es hinab um das Torkarspitz bis zum Hochweißsteinhaus.

5. Etappe: Wolayerseehütte

Vom Hochweißsteinhaus geht es in circa 6 Stunden zur Wolayerseehütte, dieser Wanderweg hat eine Länge von 16 km und ist vom Schwierigkeitsgrad mittel einzustufen. Es geht hinauf zum Öffnerjoch in 2011 m und wieder hinab zur bewaldeten Südflanke des Karnischen Hauptkamm, bevor es wieder in 2005 m hinauf zum Giranmondopass geht. Von hier aus geht es steil hinab zur oberen Wolayeralm und weiter über eine Schotterstraße zum Birnbaumer Törl von hier aus gelangt man dann zur Wolayerseehütte.

6. Etappe: Untere Valentinalm

Für diese Etappe ist in circa 9 km und einer Wanderzeit von 3 Stunden das Ziel der unteren Valentinalm erreicht. Von der Wolayerseehütte geht es am Wolayer See in nördliche Richtung zur Scharte, die über den Lambertenghi-Romanin führt. Es geht weiter am Seekogel vorbei bis kurz vor den Valentintörl in 2138 m. Von hier aus geht es in nördliche Richtung zu den flachen Wiesen und der oberen Valentinalm auf 1540 m und dann weiter auf 1205 m und der Unteren Valentinalm. So hat man einmal den Kanischen Höhenweg passiert.

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