Via Ferrata degli Alpini
Unterwegs auf luftigen Bändern

Der Alpinisteig ähnelt im Gegesatz zu den anderen Dolomitensteigen denen der Brenta, vielleicht nimmt er auch deswegen bei vielen Klettersteiggeher eine Sonderstellung ein. Der erste Teil ist technisch einfach, aber auch der schönste. Das Stück von der Elferscharte zur Sentinellascharte hingegen ist Hochalpin. Vorsicht! Dieses Stück ist oft vereist und nicht ganz ungefährlich. Die Strada degli Alpini ist ein italienischer Kriegsweg und verläuft auf Bändern vom Inneren Loch nördlich unterhalb von dem Giralba-Joch. Am Anfang verläuft er entlang senkrecher Wände und später um die Sentinellascharte herum. Dieser Klettersteighöhenweg an der westlichen Seite ist unschwierig gagegen ist die Nordostflanke des Elfers mit Drahtseilen und Leitern versehen und seine Begehbarkeit hängt weitestens von den Lawinenresten ab. Bei schlechten Verhältnissen kann über die Elferscharte abgestiegen werden.

Der Klettersteig verläuft zunächst auf schmalen, luftigen drahtseilgesicherten Bändern um den Mitriaturm herum. Unter einem Felsdach quert man einen eindrucksvollen und dunklen Kamin, der an der senkrechten Wand über einen ausgehauenen Gang verfügt. Nach Querung der Eisfüllung geht es auf gesicherten Schichtbändern zum Äusseren Loch. Die gespurte Querung des Firnfeldes im Schluchtgrund stellt kein besonderes Hinderniss da und führt direkt zu einer gegenüberliegenden Wand. Von hier folgt man dem Band um die kante des Elfers herum zu einer großen Schuttabdachung an der westlichen Seite des Elfers. In Kehren zwischen Felsblöcken steigt man nordwärts im kar bis zu einer breiten Terrasse oberhalb der Elferscharte auf.

Von hier verläuft der Steig auf markanten Schichtbändern und Holzstegen unterhalb der überhängenden Nordostwand des Elfer-Gipfelgrates entlang. Von hier erfolgt der Abstieg über eine Schrofenrampe und zum eiserfüllten Couloir Coutandin. Drahtseilversichert geht es an der Schluchtenmündung über steile und luftige Klammleitern hinauf und weiter auf ausgesetzten Bändern entlang bis zu einem Schrofenhang der rechts in Kehren ansteigt und dann abwärts in die Sentinellascharte führt.

Der Abstieg erfolgt auf rutschigem Steig in Kehren über das sehr steile Kar des Vallon Popera und dann an einem langen Moränengrat zu einem Grasgelände und am Laghetto di Popera vorbei zum Rifugio Berti. Der Talabstieg verläuft auf dem Anstiegsweg zum Rifugio Lunelli.
Schwierigkeitsgrad: 
Ausgangspunkt: Carducci-Hütte
Zugang:
Ab Caduccihütte auf breitem Weg zum Giralbachjoch, von dort auf Steig mit blau-grüner Mark. zum Steig Mark. 101 und über einen Felsbuckel absteigend zum Karkessel im Inneren Loch und zum Absatz des bandes Cengia della Salvezza, am Beginn des Alpinisteiges.
An-/Abstieg: 490 mH, 1200 mH
Gehzeit: 6 bis 7 Stunden
Karte: Tabacco, 1:25 000, Blatt 010/017
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