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Die Alpendohle

Der kontaktfreudige Hochgebirgsvogel

 

Die Alpendohle (Pyrrhocorax graculus), auch Bergdohle genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Sie ist näher mit der Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) als mit der Dohle (Corvus monedula) verwandt. Sie lebt nur in Hochgebirgen zwischen 1500 und 3900 Metern Höhe. Die Alpendohle ist 36 bis 39 Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 65 bis 74 Zentimeter. Ihr Gefieder ist schwarz, die Unterflügeldecken sind kontrastierend kohlschwarz. Der Schnabel ist gelb, die Beine rot – wie dies in Populärdarstellungen oft fälschlich dem Raben zugeschrieben wird. Die Iris ist schwarz.

 

 

 

Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die Lautäußerungen der Alpendohle sind sehr charakteristisch. Der Ruf ist ein helles, rollendes „zirrrrr“, das einen nahezu elektrisch klingenden Oberton hat. Der Ruf ist oft von umherziehenden Schwärmen hörbar. Weiterhin ruft sie durchdringend pfeifend „ziieh“ oder „zrieh“. Bei Beunruhigung wird etwas tiefer und voller „krrrü“ gerufen. Die Alpendohle ist ein sehr guter Flieger. Sie nutzt Luftströmungen zum Segeln, verfolgt ihre Artgenossen spielerisch und zeigt erstaunliche Flugmanöver. Sie ist sehr gesellig und meist das ganze Jahr über in großen Schwärmen mit bis zu mehreren Hundert Individuen zu sehen. Bei der Suche nach Essensresten kann die Alpendohle sehr zutraulich sein und kommt oft an Skihütten und Liftstationen. Sie ist ruhelos und verschwindet mitunter unvermittelt hinter Bergkämmen.

 

 

Die Alpendohle kommt nur im Hochgebirge in 1500 bis 3900 Metern Höhe vor. Sie ist als Standvogel ganzjährig in den Alpen und Pyrenäen, in Marokko, den italienischen Abruzzen, auf dem Balkan bis nach Griechenland und auf Zypern, in der Südtürkei und im Kaukasus sowie im Himalaya vertreten. Die Alpendohle brütet in steilen, schwer zugänglichen Felswänden. Das Nest wird in Felsspalten und -höhlen angelegt. Das Gelege besteht aus 3 bis 5 Eiern. Die Brutzeit beträgt 18 bis 21 Tage, die Nestlingszeit 31 bis 38 Tage.

Quelle: Wikipedia-Artikel

 

 

 


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