Die Stille der Natur
Meditatives

"Das Meditative ist vom nichtmeditativen In-der-Welt-Sein nicht unterschieden, als ein Nichts-Tun vom Tun. Es erscheint vielmehr als ein Nicht-Tun im Tun, ein stilles in Fühlung- und Verantwortungbleiben zum Sein hin, auch mitten im lärmenden Leisten". Karlfried Graf Dürckheim, Vom doppelten Ursprung des Menschen

"Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören. Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind, daß uns etwas in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und betäuben uns durch Geselligkeit". Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen

"Es gibt kaum etwas, das dem westlichen Menschen so fehlt wie die Stille, kaum etwas, das ihm so schwer fällt, wie die Übung der Stille. Der Lärm hält uns in seinem Bann, der Lärm der Welt, aber mehr noch das innere Getön der uns bewegenden Sorgen, der unterdrückten Gefühle, Süchte und Sehnsüchte, vor allem aber das Stöhnen, das aus der Spannung zu unserem unbefreiten Wesen stammt". Karlfried Graf Dürckheim, Zen und wir

"Wer die Wahrheit mit Hilfe des Intellektes und von Gelehrsamkeit sucht, wird sich nur immer weiter von ihr entfernen. Bis deine Gedanken nicht aufhören, nach hierhin und dorthin auszugreifen, bis du nicht alle Gedanken der Suche nach etwas aufgegeben hast, bis nicht dein Geist so bewegungslos geworden ist wie Holz oder Stein, bist du nicht auf dem rechten Weg zu diesem Tor [zur Stille jenseits aller Tätigkeit]". Huang-Po, Der Geist des Zen

"Die größten Ereignisse - das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden". Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra

"Was immer du erwirbst, erwirbst du nur in der Stille, und göttlich ist nur, was im Schweigen geworden ist". Sören Kierkegaard, Kierkegaard - Philosophische Schriften-
| < Zurück | Weiter > |
|---|



