• An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow

 

Via Ferrata

Drahtseilakt in der Vertikalen

 

Ein Drahtseilakt in der Vertikalen. Ein atemberaubender Blick nach Oben: Die Felswand im Visier, die man bezwingen will. Nach einigen Metern, ein schwindelerregender Blick in die Tiefe, jetzt heißt es konzentrieren und tief durchatmen, es wird einem klar, zum Gipfel gelangt man nur über den Klettersteig.

Wer von alpinen Abenteuern träumt, abseits der Wanderwege, senkrechte Felswände und Berggipfel zu ersteigen, mit einem Maß an Sicherheit, für den sind Klettersteige genau das richtige.

 

Klettersteiggehen boomt und hat sich schon längst als eine eigenständige Disziplin im Bergsteigen etabliert. Klettersteige gibt es historisch gesehen schon sehr lange, sieht man einmal von der schrecklichen Geschichte des 1. Weltkrieges ab, wo sich italienische und österreichische Soldaten in den Dolomiten in erbitterten Stellungskämpfen gegenüberstanden. Noch heute findet man zahlreiche Überreste alter Kriegsstellungen in den Dolomiten. Heute gibt es alpenweit ca. 1000 dieser Eisenwege in allen Schwierigkeitsgraden, vom einfachen Steig bis hin zum schwierigen Sportklettersteig. Klettersteige sind mit Eisenstiften, Eisenleitern, Trittbügeln und Drahtseilen gesicherte Felswände. Für ihre Begehung benötigt man eine spezielle Ausrüstung.

 

 

Für die Sicherung auf Klettersteigen benötigt man ein Klettersteigset, bestehend aus einem Fangstoßdämpfer und zwei Sicherungssträngen mit je einem Karabiner. Das Klettersteigset in Y-Form im am sichersten, da beide Seilstränge gleichzeitig ins Drahtseil eingehängt werden können, so dass im Falle eines Sturzes oder beim Bruch eines Seilstranges, der zweite Seilstrang den ersten ersetzen kann. Das Klettersteigset wird mit einem Ankerstich am Anseilpunkt des Klettergurtes befestigt.

 

Der Klettergurt besteht aus einem Hüftgurt mit zwei Beinschlaufen. Klettergurte gibt es in zwei Varianten mit und ohne verstellbare Beinschlaufen. Die letztere Variante ist zu bevorzugen da sie an die Bekleidung anpassbar ist. Außerdem sollte er über einen guten Tragekomfort und Bewegungsfreiheit verfügen. Ist man auf einer Mehrtagestour mit schwerem Rucksack unterwegs, sollte man eine Kombination aus Brust- und Sitzgurt bevorzugen. Im Fall eines Sturzes wird das nach hinten kippen des Oberkörpers vermieden. Klettergurte sollte man vor einem Kauf immer an- und ausprobieren. Für diesen Zweck sind die meisten Bergsportgeschäfte mit einer künstlichen Kletterwand ausgestattet.

 

 

Ein Kletterhelm ist unverzichtbar. Er schützt einen vor herabfallenden Steinen und vor Anprallverletzungen. Der Helm sollte auf dem Kopf gut sitzen und nicht wackeln. Zudem sollte er über genügend Belüftungsschlitze verfügen, denn Klettersteiggehen kann schweißtreibend sein. Kletterhelme gibt es in verschiedenen Ausführungen und modischen Styles.

 

 

Klettersteighandschuhe gehören ebenfalls zum Equipment, sie schützen die Hände vor defekten Drahtseilen und verhindern Blasen. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Schuhwerk. Für Klettersteige gibt es spezielle Klettersteigschuhe mit besonders griffigem Profil. Je nach Einsatzart kann man zwischen den unterschiedlichsten Modellen wählen, einem Halbschuh für einfache, einem Kletterschuh mit Reibungssohle für schwierige und einem Bergschuh in Stiefelform für anspruchsvolle Klettersteigtouren. Das schöne am Klettersteiggehen ist, fast jeder kann sie begehen. Abenteuerlust geweckt?

 

Klettersteigausrüstung weiterlesen

 

 

 


  • www.terraalpin.de
English Chinese (Traditional) Danish Finnish French Italian
Copyright © 2009 www.terraalpin.de. Alle Rechte vorbehalten.