Faszination Klettern
Mehr als vertikales Turnen

Klettern ist seit vielen Jahren populär und verzeichnet weltweit hohe Zuwachsraten. Klettern ist aufregend, herausfordernd und macht Spaß. Klettern ist mehr als vertikales Turnen und Bewegung am Fels, es fördert die Konzentration, Koordination, das Körpergefühl und den Teamgeist. Klettern kann man im alpinen Gelände, an Naturfelsen und Kletterhallen.
Klettern ist ein Sport den man erlernen muss. Daher ist es sinnvoll als Anfänger einen Kletterkurs zu belegen, man lernt schneller, strukturierter und in einer Gruppe von Gleichgesinnten macht es mehr Spaß. Klettern wird seit vielen Jahren auch erfolgreich in der Physiotherapie, Ergotherapie und Psychotherapie als Klettertherapie angewandt. Sie findet ihre Anwendung z.B. bei Aufmerksamkeitsstörungen, Angsterkrankungen, Essstörungen, Depressionen oder wird unterstützend bei Heilungs- und Rehabilitationsprozessen eingesetzt.

Es gibt viele Spielformen des Kletterns. Beim Sportklettern steht der sportliche Aspekt im Vordergrund, es gilt eine schwierige Route im Fels zu durchsteigen, egal wie lang oder kurz diese ist. Beim Sportklettern sind die Routen durch fest installierte Bohrhaken abgesichert und der Kletterer braucht nur seine Zwischensicherungen einzuhängen. Das Klassische Klettern trifft man sehr häufig in den Dolomiten an, alle Sicherungen werden vom Vorsteiger (Seilersten) angebracht. Der Vorsteiger muss über eine gute Klettertechnik, mentale Stärke und die nötige Erfahrung in der Sicherungstechnik verfügen. Das anbringen von Sicherungspunkten mit Klemmkeilen, Hexentrics und Friends setzt Übung und Erfahrung voraus.

Das Indoor-Klettern ist die beliebteste und praktischste Art der Freizeitbeschäftigung, es ist wetterunabhängig und man kann schnell nach der Schule oder Arbeit die künstliche Felswand besteigen. Die meisten Kletteranfänger machen ihre ersten vertikalen Kletterversuche in einer Kletterhalle mit bunten Griffen und Tritten. In Grund- und Aufbaukursen erlernen sie die Sicherungs- und Klettertechnik und sammeln ihre ersten Erfahrungen. Kletterhallen findet man mittlerweile in vielen Städten. Die meisten Kletterhallen werden kommerziell oder von Alpenvereinen betrieben.

Bouldern ist die einfachste Form des Kletterns. Man besteigt kleinere Felsen in Absprunghöhe und hangelt sich so oft durch den Felsen bis es gelingt. Für das Bouldern benötigt man nur einen Magnesiabeutel, Kletterschuhe mit Reibungssohle und eine Bouldermatte, auch Crashpad genannt. Klettergebiete gibt es auf der ganzen Welt, das schöne dabei ist, man kann sein Hobby mit dem Reisen verbinden. Ob es die Sandsteinfelsen in der Pfalz, die geschichtsträchtige Verdon-Schlucht, dass Frankenjura, Orpierre in Südfrankreich, die Gneisfelsen im Maggiatal oder El Chorro das Topklettergebiet in Südspanien ist. Klettern macht Spaß!
| < Zurück | Weiter > |
|---|


